Bürgermeister Carsten Erhardt und der Kindergartenbeauftragte Otto Lehmann sind sich einig, dass sich die Situation vieler Familien in den letzten Jahrzehnten so stark verändert hat, dass die Betreuung von Kleinkindern für viele Eltern ein hilfreiches, ergänzendes und teilweise auch unbedingt notwendiges Angebot zur Erziehung, Förderung und Bildung der Kinder darstellt. Familien wollen die Kindererziehung und Erwerbstätigkeit miteinander vereinbaren können, die soziale Sicherheit und Stellung von Familien wird dadurch wesentlich verbessert. Eine zunehmende Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kleinkindern ist ein Indiz dafür, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren steigt. Für viele Eltern, insbesondere für Alleinerziehende ist es existentiell wichtig, möglichst bald wieder in den Beruf zurückkehren zu können.
Mit dieser neuen Betreuungsform kommen wir der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen Schritt näher“, so der Kindergartenbeauftragte und Bürgermeister. Die Aufnahme von Kindern ab einem Jahr verdeutlicht, dass sowohl die Pfarrgemeinde als Träger der Einrichtung, sowie die politische Gemeinde sehr familien- und kinderfreundlich orientiert sind. Die Aufnahme von Kindern unter zwei Jahren, welche besondere Anforderungen und Rahmenbedingungen mit sich bringt, konnte durch die Pfarrgemeinde, politische Gemeinde und Landeszuschüsse finanziert werden.
Bürgermeister Carsten Erhardt lobte dabei die gute Zusammenarbeit und den vorbildlichen Einsatz des Kindergartenteams. Die kommissarische Kindergartenleiterin Andrea Neumaier verdeutlichte dabei, dass sich das Kindergartenteam in seinen Zielsetzungen keineswegs nur an einem quantitativen Ausbau des Betreuungsangebotes orientiert, sondern auch an deren Qualität, um dem Anspruch einer kindgerechten Förderung und einer Unterstützung kindlicher Entwicklungspotentiale gerecht zu werden. Wir müssen so organisiert und konzipiert sein, dass die Kleinen von einem vorgezogenen Kindergartenstart profitieren und die Vorteile von gleichaltrigen und älteren Spielpartnern erleben können. „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht unter Umständen mit der Zeit.“ In diesem Sinne konnte durch die Einrichtung einer Kleinkindgruppe, in der maximal zehn Kinder im Alter von ein bis drei Jahren, von drei Fachkräften betreut und gefördert werden, ein großer Meilenstein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelegt werden.